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Der Bundesgerichtshof stärkt Immobilienkäufern den Rücken. In seinem Urteil vom 08.04.2016 (hier nachzulesen) hat das Gericht folgendes entschieden:

Ein Hanggrundstück mit einem Wohnhaus bebaut wurde verkauft. Verkäufer war ein Ehepaar. Die Ehefrau führte die Verhandlungen. Auf dem Grundstück befand sich eine Winkelstützmauer, um das Erdreich zu stützen. Diese wurde vom Ehemann in Eigenregie gebaut, dabei wurden nicht die für die Statik notwendigen L-Steine mit einer Höhe von 4,80 Meter verbaut, sondern lediglich mit einer Höhe von 1,80 Metern. Die Standsicherheit ist somit nicht gegeben und die Mauer muss saniert werden. Der Käufer klagte auf Schadenersatz.

Die Ehefrau wusste laut eigener Aussage nichts von diesem Mangel und berief sich auf den im Kaufvertrag vereinbarten Ausschluss der Sachmängelhaftung.

Das Gericht urteilte, dass beide Verkäufer für den Schaden haften. Zwar hat die Frau den Mangel nicht arglistig verschwiegen, aber: Die Verkäufer haben im Innenverhältnis dafür zu sorgen, dass die Offenbarungspflicht gegenüber dem Käufer eingehalten wird.

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