Schwer genug ist es derzeit, die geeignete Immobilie zu finden – das Ganze dann auch finanziell zu stemmen, ist nochmals eine Herausforderung.

 

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In Deutschland kommt noch hinzu, dass die Kauf-Nebenkosten massiv hoch sind und Käufer zusätzlich belasten. Glaubt man einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), so sind die Nebenkosten in Deutschland mehr als doppelt so hoch als z.B. in den Niederlanden und fast viermal zu hoch wie in Großbritannien.

Als kleine Beispielrechnung:
Neben dem Kaufpreis sind Notar- und Grundbucheintragung zu bezahlen. Weiterhin fällt die Grunderwerbssteuer an. Das summiert sich schnell:

Kaufpreis                                                              350.000,00 €

zzgl. Grunderwerbssteuer 3,5 %                            12.250,00 €
Notar- und Grundbuchkosten, ca. 1,5 %                  5.250,00 €
Summe Nebenkosten                                             17.500,00 €

Die Nebenkosten werden in aller Regel nicht durch Kredite finanziert. Das macht es vor allem wirtschaftlich schwächeren Familien den Kauf einer Immobilie unmöglich.

Das es auch anders geht, zeigen folgende Länder:

  • In Großbritannien gibt es einen gewissen Freibetrag und erst danach steigt die Steuer gestaffelt an
  • In den Niederlanden sind die Notarkosten vom Kaufpreis unabhängig
  • Sowohl in Großbritannien als auch in den Niederlanden sind die Kosten für die Grundbucheintragung deutlich niedriger und vor allem ebenfalls kaufpreisunabhängig
  • In den Niederlanden liegt die Grunderwerbssteuer bei lediglich 2 %.

Deutschlandweit schwankt die Grunderwerbssteuer zwischen 3,5 % und 6,5 %. Nur Bayern und Sachsen liegen noch bei den „günstigen“ 3,5 %.