Ein häufiger Konfliktpunkt mit Nachbarn und Vermietern ist die Tierhaltung in Mietwohnungen.Fotolia 61037652 XS

Da diese in Deutschland durch die Gesetzgebung nicht einheitlich geregelt ist, ist die Situation, was erlaubt ist, oft unübersichtlich.

Wir möchten Ihnen die wichtigsten Fakten aufzählen:

  • Was sind sogenannte „Kleintiere“?
    Zu den Kleintieren zählen Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster und Fische. Kleintiere dürfen in einer Mietwohnung genehmigungsfrei gehalten werden.
    Praxistipp: Denken Sie besonders bei der Fischhaltung daran, dies Ihrer Hausratversicherung als eventuelles Risiko mitzuteilen!
    Ausgenommen sind von der Kleintierregelung jedoch Frettchen (Geruchsbildung), Papageien (Lärmbelästigung) und Ratten (Ekel). Diese Tiere dürfen nicht ohne Zustimmung des Vermieters gehalten werden.

  • Was ist mit Katzen und Hunden?
    Katzen und Hunde zählen aufgrund ihrer Körpergröße nicht zu den Kleintieren. Allerdings darf ein Vermieter die Haltung auch nicht pauschal verbieten – vielmehr muss jeder Einzelfall individuell beurteilt werden.

  • In meinem Mietvertrag steht, dass generell keine Hunde und Katzen gehalten werden dürfen!
    Im März 2013 urteilte der Bundesgerichtshof, dass eine allgemeine Regelung im Mietvertrag, die die Katzen- und Hundehaltung verbietet, zum Nachteil des Mieters und damit ungültig sei. (BGH, VIII ZR 168/12)

  • In meinem Mietvertrag gibt es keine Regelung zur Tierhaltung!
    Wenn nichts vereinbart ist, dann darf der Vermieter auch nicht mitsprechen, wenn es um die Tierhaltung geht. Es sei denn, es gibt Probleme mit den Tieren – wenn der Hund z.B. die ganze Nacht bellt o.ä.


Grundsätzlich gilt auch hier, dass es oft zielführend ist, sich im Vorfeld über eine mögliche Tierhaltung auszutauschen und sich mit dem Vermieter zu einigen.

Für Fragen zu diesem Thema stehen wir gerne zur Verfügung!