Die Teilnahme an der jährlich stattfindenden Eigentümerversammlung ist nicht immer jeden Eigentümer möglich. Damit die Versammlung beschlussfähig ist, müssen jedoch mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile anwesend oder vertreten sein (siehe auch § 25 Abs. 3 WEG).

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Wenn Ihnen also die Teilnahme an der Versammlung nicht möglich ist, ist es wichtig, eine Vollmacht zu erteilen. Hierbei gibt es folgendes zu beachten:

  • Das Vollmachtsformular erhalten Sie in der Regel von Ihrer Hausverwaltung

  • Überlegen Sie sich, wen Sie bevollmächtigen: Der Bevollmächtigte sollte entweder der Verwalter oder einer der Miteigentümer sein. Ein WEG-Fremder sollte in keinem Fall bevollmächtigt werden, da die Eigentümerversammlung grundsätzlich unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

  • Prüfen Sie, ob Sie dem Bevollmächtigten „freie Hand“ über alle Entscheidungen gewähren. Dies sollten Sie gründlich überlegen, da es gerade bei finanziell weittragenden Entscheidungen wichtig ist, dass Sie sich selbst mit der Materie auseinander gesetzt haben.

  • Wenn Sie genaue Vorstellungen von dem gewünschten Abstimmungsergebnis haben, dann sollten Sie die Vollmacht weisungsgebunden erteilen, so dass Ihr Bevollmächtigter sich bei den Abstimmungen genau an Ihre Anweisungen halten muss.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Vollmachtsexemplar in der Versammlung im Original vorliegt – sonst ist die Stimmabgabe unwirksam!


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