Die Treppenhausreinigung ist in vielen Häusern Grund für Ärger – in diesem speziellen Fall ging es jedoch nicht darum, dass nicht gereinigt wurde, sondern zu gut: Ein 72-jähriger Mieter stürzte im Kellerflur eines Mehrfamilienhauses und gab als Grund hierfür extreme Nässe an. Er klagte gegen den Eigentümer des Hauses vor dem Oberlandgericht Düsseldorf (Beschluss vom 07.11.2014 - 24 U 155/14).

 

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Das Gericht hat gegen den Mieter geurteilt:

Zwar gibt es eine Verkehrssicherungspflicht. Diese endet jedoch dort, wo eine Gefahr vorhanden ist, die der Benutzer mit eigener Vorsicht abwenden kann.

  • In einem Treppenhaus ist damit zu rechnen, dass der Boden feucht ist – sei es durch andere Nutzer, sei es durch Reinigungsarbeiten.
  • Ein Trockenwischen des Treppenhausbodens ist nicht notwendig
  • Wenn es sich jedoch um Gefahren handelt, mit denen nicht gerechnet werden kann (z.B. Linoleumglätte durch Bohnern), dann greift die Verkehrssicherungspflicht