Vor Anmietung eines Objekts wird in der Regel vom Mieter die Abgabe einer Selbstauskunft gefordert, in der er Angaben zu seinem Einkommen, seinem Vermögensstand und zu eventuell laufenden Vollstreckungen macht.

Sofern hier „geschummelt“ wird, um eine bessere Bonität vorzutäuschen, und der Vermieter dies herausfindet, berechtigt dies den Vermieter zu einer fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses, weil das Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert ist.

Das urteilte das AG München in seinem Urteil vom 30.06.2015.

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Übrigens: Nicht alles darf vom Vermieter in der Selbstauskunft gefragt werden!

Nicht zulässig sind folgende Fragen:

  • Fragen zur sexuellen Orientierung
  • Fragen zur Religionszugehörigkeit
  • Fragen zu Krankheiten
  • Fragen zum Musikgeschmack
  • Zugehörigkeit zu Parteien, Vereinen

Nicht zulässige Fragen können auch nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden, ohne dass dem Mieter hieraus Folgen drohen.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!