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Grundsätzlich steht es der Eigentümergemeinschaft frei, einen Verwaltungsbeirat zu bestellen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass ein Verwaltungsbeirat wichtig ist.

Das Wohnungseigentumsgesetz sieht folgende Aufgaben für einen Verwaltungsbeirat vor:

  • den Wirtschaftsplan, die Abrechnung, die Rechnungslegungen und Kostenvoranschläge zu prüfen
  • den Wohnungseigentümern zu empfehlen, die Abrechnung des Verwalters nicht oder doch zu genehmigen
  • den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben zu unterstützen
  • sich an der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zu beteiligen
  • die Versammlung der Wohnungseigentümer einzuberufen, wenn kein Verwalter vorhanden ist oder
    dieser die Einberufung verweigert
  • das Versammlungsprotokoll zu unterzeichnen

Das Wohnungseigentumsgesetz definiert leider nicht, was der Verwaltungsbeirat im Rahmen der „Unterstützung des Verwalters“ zu tun hat. In der Praxis können das z.B. sein:

  • frühzeitige Meldung von Schäden am Gemeinschaftseigentum
  • Begleitung bei der Einholung von Angeboten
  • Vorbereitung der Eigentümerversammlung durch Beteiligung an der Tagesordnung
  • Vermittlung zwischen Eigentümern und Verwaltern

Der Verwaltungsbeirat ist kein „Aufsichtsrat“ – das letzte Wort hat immer die Gemeinschaft der Eigentümer in der Eigentümerversammlung. Ebenso wenig ist der Verwaltungsbeirat eine Art „Hausmeister“ oder „Daueransprechpartner“ der Bewohner eines Hauses – bei Mängeln ist immer die Verwaltung zu informieren, die dann Kontakt mit den Verwaltungsbeiräten sucht, sofern dies notwendig ist.

In jedem Fall ist das Amt des Verwaltungsbeirats eine verantwortungsvolle, wichtige Aufgabe, die dem Werterhalt des Verwaltungsobjekts dient.