In den Ballungszentren wie München, Berlin oder Hamburg ist es schon lange ein Thema: Die Bereitstellung von Wohnraum als Ferienwohnung, z.B. über den Anbieter Airbnb.

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Allein in den beliebten Kiezlagen Berlins werden inzwischen fast 6.000 Wohnungen über Airbnb dauerhaft als Ferienwohnungen vermietet, obwohl sie laut offiziellem Airbnb-Angebot eigentlich nur übergangsweise an Touristen untervermietet werden sollen. Auch in Hamburg, München und Köln fanden sich jeweils weit über 1.000 vergleichbare Angebote.

In beliebten Wohnlagen verschärft dies den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt weiter. Eine Vermietung an Touristen ist wesentlich lukrativer als an Dauermieter. Außerdem umgeht man als Vermieter die immer höheren Hürden für eine Vermietung: sei es, eine gültige Schönheitsreparaturregelung zu vereinbaren oder Mietnomanden zu vermeiden. Aus Vermietersicht also nachvollziehbar – aus Mietersicht aber eine Katastrophe.

Diskutiert werden sogenannte „Zweckentfremdungsverbote“ – in Berlin beispielsweise schon umgesetzt. Hier dürfen Wohnungen künftig nicht mehr ohne Genehmigung als Ferienwohnung genutzt werden. Ob sich diese Regelung bewährt, wird sich zeigen.

Interessant: In und um Weilheim finden sich bei www.airbnb.de bei einer Suche derzeit 53 Unterkünfte, die man als Tourist alleine nutzen kann.

Übrigens: Wer als Mieter seine Wohnung oder einen Teil seiner Wohnung ohne Genehmigung des Vermieters an Touristen anbietet, läuft Gefahr, dass die Wohnung fristlos gekündigt wird. (LG Berlin, Beschluss v. 3.2.2015, 67 T 29/15).